Trans-Fettsäuren (TFA)

Fette

Nährstoff: Trans-Fettsäuren (TFA)

Trans-Fettsäuren (TFA) sind ungesättigte Fettsäuren mit mindestens einer trans-Doppelbindung. Sie entstehen bei der industriellen Härtung von Pflanzenölen und kommen natürlich in geringen Mengen in Milchprodukten vor.

Dieser Artikel wurde automatisiert unter Einsatz von KI auf Basis wissenschaftlicher PubMed-Studien erstellt und noch nicht redaktionell freigegeben.

Das Wichtigste in Kürze

Trans-Fettsäuren entstehen vor allem bei der industriellen Teilhärtung von Pflanzenölen und haben keine bekannte essentielle Funktion im menschlichen Körper. Als Richtwert gilt eine Zufuhr von weniger als 1 % der Gesamtenergiezufuhr, was bei einer Ernährung mit 2000 kcal maximal 2,2 g pro Tag entspricht. Ein hoher Konsum ist mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes assoziiert.

Trans-Fettsäuren (TFA)

Trans-Fettsäuren (Trans Fatty Acids, TFA) sind ungesättigte Fettsäuren, bei denen die Wasserstoffatome an der Doppelbindung auf gegenüberliegenden Seiten angeordnet sind (trans-Konfiguration). Sie entstehen hauptsächlich bei der industriellen Teilhärtung von Pflanzenölen, kommen aber auch natürlicherweise in geringen Mengen in Milchprodukten und Fleisch von Wiederkäuern vor.

Funktion im Körper

Funktion im Körper

Trans-Fettsäuren haben keine bekannte essentielle Funktion im menschlichen Körper. Im Gegensatz zu cis-Fettsäuren können sie negative Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben:

  • Zellmembranen: TFA werden in Zellmembranen eingebaut und beeinträchtigen deren Fluidität und Funktion.
  • Enzymaktivität: TFA können die Aktivität von Enzymen des Fettsäurestoffwechsels stören.
  • Keine essentielle Funktion: Im Gegensatz zu Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren sind TFA nicht essentiell.

Empfohlene Tageszufuhr (EFSA)

Empfohlene Tageszufuhr (EFSA)

Die EFSA hat für Trans-Fettsäuren keinen spezifischen Referenzwert (DRV) festgelegt. Die Empfehlung lautet:

  • Die Zufuhr von Trans-Fettsäuren sollte so gering wie möglich sein.
  • Als Richtwert gilt: < 1 % der Gesamtenergiezufuhr (basierend auf WHO-Empfehlungen).
  • Bei einer 2000-kcal-Ernährung entspricht das maximal 2,2 g TFA pro Tag.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Ziel ausgegeben, industrielle TFA bis 2023 weltweit zu eliminieren (REPLACE-Aktion).

Lebensmittelquellen

Lebensmittelquellen

Trans-Fettsäuren kommen in zwei Formen vor:

Industrielle TFA (Hauptquelle)

  • Industriell gehärtete Fette: Frittierfette, Backmargarine, Palmfett (gehärtet)
  • Frittierte Lebensmittel: Pommes frites, Donuts, frittierter Fisch, Chicken Nuggets
  • Backwaren (industriell): Kekse, Cracker, Blätterteiggebäck, Kuchen, Muffins

Natürliche TFA (geringe Mengen)

  • Milchprodukte: Butter, Vollmilch, Käse, Sahne (enthalten Vaccensäure, die im Körper zu CLA umgewandelt wird)

Mangel und Überschuss

Mangel und Überschuss

TFA-Mangel

Ein Mangel an Trans-Fettsäuren ist nicht bekannt und auch nicht relevant, da TFA keine essentielle Funktion haben.

TFA-Überschuss

Ein hoher Konsum von industriellen Trans-Fettsäuren ist mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden:

  • Erhöhtes LDL-Cholesterin: TFA erhöhen das "schlechte" LDL-Cholesterin.
  • Senkung des HDL-Cholesterins: TFA senken gleichzeitig das "gute" HDL-Cholesterin.
  • Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: TFA gelten als die schädlichste Art von Nahrungsfetten.
  • Entzündungsförderung: TFA fördern systemische Entzündungsprozesse.
  • Insulinresistenz: TFA können die Insulinsensitivität beeinträchtigen.
  • Erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes: Ein hoher TFA-Konsum ist mit einem erhöhten Diabetesrisiko assoziiert.

In vielen Ländern (EU, USA, Kanada) sind industrielle TFA in Lebensmitteln inzwischen stark reguliert oder verboten. Die natürlichen TFA in Milchprodukten in üblichen Verzehrmengen gelten als unbedenklich.

⚠️ Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der Aufklärung und ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen konsultiere bitte eine Fachperson.

Industriell gehärtete Fette

FrittierfetteBackmargarinePalmfett (gehärtet)Kurzgebackene Teige

Frittierte Lebensmittel

Pommes fritesDonutsFrittierter FischChicken NuggetsFrühlingsrollen

Backwaren (industriell)

KekseCrackerBlätterteiggebäckKuchen (industriell)Muffins

Milchprodukte (ruminant)

ButterVollmilchKäseSahne

Quellen

  1. [1]https://www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/2018
  2. [2]https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/trans-fat