Thiamin (Vitamin B1)
VitamineNährstoff: Thiamin
Thiamin (Vitamin B1) ist ein wasserlösliches Vitamin, das als Cofaktor für Enzyme des Kohlenhydratstoffwechsels, der Nervenfunktion und der Energieproduktion unverzichtbar ist.
Dieser Artikel wurde automatisiert unter Einsatz von KI auf Basis wissenschaftlicher PubMed-Studien erstellt und noch nicht redaktionell freigegeben.
Das Wichtigste in Kürze
Thiamin ist ein wasserlösliches Vitamin, das für den Kohlenhydratstoffwechsel und die Nervenfunktion unverzichtbar ist. Der Bedarf orientiert sich am Energieumsatz und liegt bei einer Ernährung mit 2000 kcal etwa bei 1,1 bis 1,2 mg pro Tag. Gute Quellen sind Schweinefleisch, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse und Eier. Ein Mangel kann zu Herz-Kreislauf-Symptomen oder neurologischen Störungen führen, während sehr hohe Dosen über 100 mg pro Tag leichte Magen-Darm-Beschwerden verursachen können.
Thiamin (Vitamin B1)
Thiamin, auch als Vitamin B1 bekannt, ist ein wasserlösliches Vitamin aus dem B-Komplex. Es war das erste entdeckte B-Vitamin und ist essentiell für den Kohlenhydratstoffwechsel und die Nervenfunktion.
Funktion im Körper
Thiamin erfüllt mehrere lebenswichtige Funktionen:
- Energieproduktion: Thiaminpyrophosphat (TPP) ist Cofaktor der Pyruvat-Dehydrogenase, die Pyruvat in Acetyl-CoA umwandelt (Verbindung zwischen Glykolyse und Citratzyklus).
- Kohlenhydratstoffwechsel: TPP ist Cofaktor der Transketolase im Pentosephosphatweg.
- Aminosäurestoffwechsel: TPP ist an der Verstoffwechselung von verzweigtkettigen Aminosäuren beteiligt.
- Nervenfunktion: Thiamin ist für die Myelinsynthese und die Nervenleitung unverzichtbar.
- Herzfunktion: Thiamin ist wichtig für die Funktion des Herzmuskels.
Empfohlene Tageszufuhr (EFSA)
Die EFSA hat einen Referenzwert (PRI) für Thiamin festgelegt, der sich am Kohlenhydratumsatz orientiert:
- Alle Altersgruppen: 0,3 mg Thiamin pro MJ Energieumsatz
Bei einer 2000-kcal-Ernährung (8,4 MJ) entspricht das etwa 1,1–1,2 mg/Tag. Der Bedarf steigt mit dem Kohlenhydratkonsum.
Lebensmittelquellen
Gute Thiaminquellen sind:
- Schweinefleisch: Schweinefilet, Schweinekotelett, Schweineleber, Schinken
- Getreide (Vollkorn): Vollkornbrot, Haferflocken, Reis (Vollkorn), Hirse, Quinoa
- Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, Schwarze Bohnen, Sojabohnen, Erbsen
- Nüsse und Samen: Sonnenblumenkerne, Mandeln, Walnüsse, Cashewkerne, Sesam
- Eier: Hühnereier, Wachteleier
Mangel und Überschuss
Thiaminmangel (Beriberi)
Ein Thiaminmangel führt zur Beriberi, die in zwei Formen auftritt:
- Trockene Beriberi: Neurologische Symptome (periphere Neuropathie, Muskelschwäche, Koordinationsstörungen)
- Feuchte Beriberi: Herz-Kreislauf-Symptome (Herzvergrößerung, Ödeme, Herzinsuffizienz)
- Wernicke-Enzephalopathie: Verwirrtheit, Augenmuskellähmungen, Gangstörungen (bei Alkoholikern)
- Korsakow-Syndrom: Gedächtnisverlust, Konfabulation (oft in Kombination mit Wernicke)
Risikogruppen sind Alkoholiker (Hauptrisikogruppe in Industrieländern), Menschen mit einseitiger Ernährung (weißer Reis) und nach Magenbypass-Operationen.
Thiaminüberschuss
Thiamin gilt als sehr sicher. Überschüssiges Vitamin wird über den Urin ausgeschieden. Ein UL ist nicht festgelegt. Sehr hohe Dosen (> 100 mg/Tag) können leichte Magen-Darm-Beschwerden verursachen.
⚠️ Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der Aufklärung und ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen konsultiere bitte eine Fachperson.
| Altersgruppe / Lebensphase | Empfohlene Zufuhr |
|---|---|
| Erwachsene (18+ Jahre) | 0,3 mg/MJ (ca. 1,1–1,2 mg/Tag) |
| Jugendliche (11–17 Jahre) | 0,3 mg/MJ |
| Kinder (4–10 Jahre) | 0,3 mg/MJ |
| Kleinkinder (1–3 Jahre) | 0,3 mg/MJ |
| Schwangerschaft | 0,3 mg/MJ |
| Stillzeit | 0,3 mg/MJ |