Niacin (Vitamin B3)

Vitamine

Nährstoff: Niacin

Niacin (Vitamin B3) ist ein wasserlösliches Vitamin, das als NAD und NADP an über 400 enzymatischen Reaktionen des Energiestoffwechsels, der DNA-Reparatur und der Zellsignalübertragung beteiligt ist.

Dieser Artikel wurde automatisiert unter Einsatz von KI auf Basis wissenschaftlicher PubMed-Studien erstellt und noch nicht redaktionell freigegeben.

Das Wichtigste in Kürze

Niacin ist ein wasserlösliches Vitamin, dessen Vorstufen an über 400 enzymatischen Reaktionen im Körper beteiligt sind. Der Körper benötigt etwa 16 mg Niacin-Äquivalent pro Tag bei einer Ernährung mit 2000 kcal, wobei auch 60 mg Tryptophan zu 1 mg Niacin-Äquivalent umgewandelt werden können. Ein schwerer Mangel führt zur Pellagra, die durch Hautausschlag, Durchfall und neurologische Symptome gekennzeichnet ist. Hohe Dosen von mehr als 500 mg Nikotinsäure pro Tag können Hautrötungen und bei sehr hohen Mengen Leberschäden verursachen.

Niacin (Vitamin B3)

Niacin, auch als Vitamin B3 oder Nikotinsäure bekannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Es umfasst Nikotinsäure, Nikotinamid und verwandte Verbindungen. Niacin ist die Vorstufe der Coenzyme NAD⁺ und NADP⁺, die an über 400 enzymatischen Reaktionen beteiligt sind.

Funktion im Körper

Funktion im Körper

Niacin erfüllt zahlreiche Funktionen:

  • Energiestoffwechsel: NAD⁺ und NADP⁺ sind zentrale Coenzyme der Glykolyse, des Citratzyklus und der oxidativen Phosphorylierung.
  • DNA-Reparatur: NAD⁺ wird für die DNA-Reparatur (PARP-Enzyme) benötigt.
  • Zellsignalübertragung: NAD⁺ ist an der Calcium-Signalübertragung beteiligt.
  • Antioxidative Abwehr: NADPH ist essentiell für das Glutathion-System und die Reduktion von oxidativem Stress.
  • Fettstoffwechsel: Niacin kann den LDL-Cholesterinspiegel senken und den HDL-Cholesterinspiegel erhöhen (in pharmakologischen Dosen).
  • Hautgesundheit: Niacin ist wichtig für die Hautbarriere und die Zellerneuerung.

Empfohlene Tageszufuhr (EFSA)

Empfohlene Tageszufuhr (EFSA)

Die EFSA hat einen Referenzwert (PRI) für Niacin festgelegt, der sich am Energieumsatz orientiert:

  • Alle Altersgruppen: 6,6 mg Niacin-Äquivalent (NE) pro MJ Energieumsatz

Bei einer 2000-kcal-Ernährung (8,4 MJ) entspricht das etwa 16 mg NE/Tag. Der Körper kann Niacin auch aus der Aminosäure Tryptophan synthetisieren (60 mg Tryptophan = 1 mg NE).

Lebensmittelquellen

Lebensmittelquellen

Gute Niacinquellen sind:

  • Fleisch und Geflügel: Hähnchenbrust, Rindfleisch, Schweinefleisch, Pute, Leber
  • Fisch: Thunfisch, Lachs, Makrele, Sardinen, Heilbutt
  • Erdnüsse: Erdnüsse, Erdnussbutter
  • Getreide: Vollkornbrot, Haferflocken, Reis (Vollkorn), Weizenkleie
  • Pilze: Steinpilze, Champignons, Shiitake
  • Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, Schwarze Bohnen

Mangel und Überschuss

Mangel und Überschuss

Niacinmangel (Pellagra)

Ein schwerer Niacinmangel führt zur Pellagra, die durch die drei "D" gekennzeichnet ist:

  • Dermatitis: Hautausschlag, Rötungen, Schuppungen (besonders an sonnenexponierten Stellen)
  • Durchfall: Entzündungen der Schleimhäute im Verdauungstrakt
  • Demenz: Neurologische Symptome, Verwirrtheit, Depression, Gedächtnisverlust
  • Unbehandelt führt Pellagra zum Tod (4. D)

Risikogruppen sind Menschen mit einseitiger Mais-Ernährung (Mais enthält gebundenes Niacin), Alkoholiker und Menschen mit Karzinoid-Syndrom.

Niacinüberschuss

Hohe Dosen von Nikotinsäure (> 500 mg/Tag, pharmakologische Dosen) können verursachen:

  • Niacin-Flush: Hautrötung, Juckreiz, Wärmegefühl (harmlos, aber unangenehm)
  • Leberschäden (bei sehr hohen Dosen, > 2 g/Tag)
  • Erhöhte Harnsäure (Gichtrisiko)
  • Erhöhter Blutzucker

Der UL für Niacin (Nikotinsäure) liegt bei 10 mg/Tag für Supplemente (nicht für Nahrungsniacin). Nikotinamid verursacht keinen Flush.

⚠️ Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der Aufklärung und ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen konsultiere bitte eine Fachperson.

Altersgruppe / LebensphaseEmpfohlene Zufuhr
Erwachsene (18+ Jahre)6,6 mg NE/MJ (ca. 16 mg NE/Tag)
Jugendliche (11–17 Jahre)6,6 mg NE/MJ
Kinder (4–10 Jahre)6,6 mg NE/MJ
Kleinkinder (1–3 Jahre)6,6 mg NE/MJ
Schwangerschaft6,6 mg NE/MJ
Stillzeit6,6 mg NE/MJ

Fleisch und Geflügel

HähnchenbrustRindfleischSchweinefleischPuteLeber

Fisch

ThunfischLachsMakreleSardinenHeilbutt

Erdnüsse

ErdnüsseErdnussbutter

Getreide

VollkornbrotHaferflockenReis (Vollkorn)Weizenkleie

Pilze

SteinpilzeChampignonsShiitake

Hülsenfrüchte

LinsenKichererbsenSchwarze Bohnen

Quellen

  1. [1]https://www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/2459
  2. [2]https://ods.od.nih.gov/factsheets/Niacin-HealthProfessional/