Molybdän
MineralstoffeNährstoff: Molybdän
Molybdän ist ein essentielles Spurenelement, das als Cofaktor für mehrere Enzyme dient, die am Schwefelstoffwechsel, der Harnsäureproduktion und der Entgiftung beteiligt sind.
Dieser Artikel wurde automatisiert unter Einsatz von KI auf Basis wissenschaftlicher PubMed-Studien erstellt und noch nicht redaktionell freigegeben.
Das Wichtigste in Kürze
Molybdän ist ein essentielles Spurenelement, dessen empfohlene Tageszufuhr für Erwachsene bei 65 µg/Tag liegt. Es dient als Cofaktor für vier wichtige Enzyme, die an der Verstoffwechselung von schwefelhaltigen Aminosäuren, Purinen und Aldehyden beteiligt sind. Gute Quellen für dieses Element sind Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse und Blattgemüse. Ein Molybdänmangel ist beim Menschen extrem selten, während eine übermäßige Zufuhr über Nahrung praktisch nicht möglich ist.
Molybdän
Molybdän ist ein essentielles Spurenelement, das in sehr geringen Mengen benötigt wird. Es ist ein Cofaktor für vier wichtige Enzyme (Molybdoenzyme), die an der Verstoffwechselung von schwefelhaltigen Aminosäuren, Purinen und Aldehyden beteiligt sind.
Funktion im Körper
Molybdän erfüllt folgende Funktionen:
- Schwefelstoffwechsel: Die Sulfit-Oxidase wandelt Sulfit (ein toxisches Abbauprodukt schwefelhaltiger Aminosäuren) in Sulfat um.
- Harnsäureproduktion: Die Xanthin-Oxidase/Oxidoreduktase ist an der Umwandlung von Purinen zu Harnsäure beteiligt.
- Entgiftung: Aldehyd-Oxidase baut verschiedene Aldehyde und Medikamente ab.
- Mitochondriale Funktion: Die mitochondrialen Amidoxim-reduzierenden Komponenten (mARC) sind an der Reduktion von N-hydroxylierten Substraten beteiligt.
Empfohlene Tageszufuhr (EFSA)
Die EFSA hat einen ausreichenden Zufuhrwert (Adequate Intake, AI) für Molybdän festgelegt:
- Erwachsene (18+ Jahre): 65 µg/Tag
- Jugendliche (11–17 Jahre): 50–65 µg/Tag
- Kinder (4–10 Jahre): 30–45 µg/Tag
- Kleinkinder (1–3 Jahre): 15–25 µg/Tag
- Schwangerschaft & Stillzeit: 65 µg/Tag
Lebensmittelquellen
Gute Molybdänquellen sind:
- Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, Schwarze Bohnen, Erbsen, Sojabohnen
- Getreide: Vollkornbrot, Haferflocken, Gerste, Reis (Vollkorn), Hirse
- Nüsse: Walnüsse, Mandeln, Cashewkerne, Haselnüsse
- Blattgemüse: Spinat, Grünkohl, Mangold, Rucola
Mangel und Überschuss
Molybdänmangel
Ein Molybdänmangel ist beim Menschen extrem selten, da die benötigte Menge sehr gering ist. Fälle wurden bei:
- Langzeit-parenteraler Ernährung ohne Molybdän-Supplementierung
- Genetischem Sulfit-Oxidase-Mangel (schwere neurologische Symptome)
- Symptome: Kopfschmerzen, Herzrasen, Nachtblindheit, Atemnot, Koma
Molybdänüberschuss
Eine übermäßige Molybdänzufuhr ist über Nahrung praktisch nicht möglich. Bei sehr hohen Dosen aus Supplementen oder kontaminierten Quellen:
- Gicht-ähnliche Symptome (erhöhte Harnsäureproduktion)
- Erhöhte Kupferausscheidung (Molybdän und Kupfer antagonisieren sich)
- Der UL liegt bei 2 mg/Tag (2000 µg/Tag)
⚠️ Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der Aufklärung und ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen konsultiere bitte eine Fachperson.
| Altersgruppe / Lebensphase | Empfohlene Zufuhr |
|---|---|
| Erwachsene (18+ Jahre) | 65 µg/Tag |
| Jugendliche (11–17 Jahre) | 50–65 µg/Tag |
| Kinder (4–10 Jahre) | 30–45 µg/Tag |
| Kleinkinder (1–3 Jahre) | 15–25 µg/Tag |
| Schwangerschaft & Stillzeit | 65 µg/Tag |